Mittwoch, 11. Februar 2009

Das Equine Cushing Syndrom

Mittlerweile ist das Equine Cushing Syndrom (ECS) in aller Munde. Im Gegensatz zum Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) aber ist das Equine Cushing Syndrom eine sehr komplexe Erkrankung, die derzeit noch nicht heilbar ist. Mittlerweile ist erheblich mehr als noch vor einigen Jahren über den Verlauf und die Entstehung und Therapie dieser Krankheit bekannt. Dennoch aber tastet sich die Wissenschaft nur mühsam an die Erkrankung heran, die meistens Pferde ab einem Alter von 12 Jahren betrifft. Dennoch wurden Symtome auch schon bei 4 jährigen Pferden beobachtet. Durch eine tumoröse Entartung der melanotropen Zellen der Pars Intermedia (Hirnhangdrüse, hypophysäres Cushing Syndrom) kommt es zur exzessiven ACTH-Produktion (ACTH = Adrenocorticotropes Hormon, auch „Stresshormon“ genannt) und in Folge zu einer Hypertrophie (Vergrößerung) der Nebennierenrinde.

Dies wiederum bedingt eine erhöhte Sekretion von Kortisol. Kortisol bewirkt einen Anstieg des Blutzuckerspiegels, fördert außerhalb der Leber die Lipolyse (Fettverbrennung) und wirkt katabol (Muskelgewebe abbauend). Normalerweise verringert das Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin einen erhöhten Blutzuckerspiegel.

Diese krankhaften Vorgänge im Stoffwechsel sind verantwortlich für viele lebensbedrohliche Zustände, Herz- und Kreislaufstörungen, Arteriosklerosen und Hufrehe.
Ein wichtiger Punkt ist zunächst eine eindeutige Diagnose, denn viel zu oft wird ein ECS diagnostiziert ohne dass hier entsprechend gewissenhaft recherchiert wurde. Die klinischen Symptome sind nicht immer klar zu erkennen und die Pferde reagieren in Abhängigkeit des Allgemeinbefindens und insbesondere in Abhängigkeit vom aktuellen Ernährungsplan ganz unterschiedlich auf den krankheitsbedingten Zellabbau. In den meisten Fällen wird zunächst der Wert des ACT-Hormons und des Kortisols (Dexamethason-Supperssionstest) ermittelt. Bei Hufrehepferden wird man auf einen TRH (Thyreotropin-releasing-hormone)-Stimulationstest zurückgreifen, da bei Hufrehepferden mit der Verabreichung von Dexamethason (Kortison) ein Reheschub ausgelöst werden kann.

Typische Cushing Symptome (nicht bei allen Pferden gleich und nicht grundsätzlich alle auf einmal):
  • Hufrehe, Huflederhautentzündungen, häufige Hufgeschwüre oder –abszesse
  • starkes Schwitzen (Hyperhidrose)
  • langes, kräuseliges Fell, langsamer oder sehr schlechter Fellwechsel
  • Muskelschwäche, Leistungsabfall, Müdigkeit
  • Abmagerung, trotz vermehrter Futteraufnahme
  • gesteigerter Durst, häufiges Urinieren
  • Unfruchtbarkeit oder Störungen des Zyklus bei Stuten
  • deutlich geschwächte Abwehrkräfte mit häufigen Infekten
  • Wundheilungsstörungen
  • Osteoporose und Bindegewebsschwäche


Peripheres Cushing Syndrom


Noch ist sich die Wissenschaft nicht einig, ob oder inwieweit sich ein fütterungsbedingtes metabolisches Syndrom EMS (zu vergleichen mit einer klassischen Diabetes) in der Folge zu einem Cushing Syndrom (ECS) entwickeln kann. Oftmals wird heute bei einem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) von einem peripheren Cushing Syndrom gesprochen. Dies ist aber grundsätzlich nicht richtig, da Cushing eine krankheitsbedingte Überproduktion von Kortisol bedeutet und somit der krankhafte Stoffwechsel im Gegensatz zum EMS (klassische Diabetes) metabolisch anders verläuft. Ein Equines Metabolisches Syndrom (EMS) kann in der Regel durch gezielte Diät und ein ausgeklügeltes Trainingsprogramm wieder geheilt werden, da sind sich zumindest viele Studien einig. Ein Equines Cushing Syndrom (ECS) ist im Gegensatz zum Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) nur noch in seinen Symptomen zu beeinflussen aber nach heutigem Kenntnisstand nicht mehr zu heilen, so zumindest die Annahme und der Unterschied in der Verwendung der Begriffe.


Die Therapie:

Grundsätzlich muss zwischen dem metabolischen Syndrom (EMS) und dem Cushing Syndrom (ECS) unterschieden werden. Entscheidend aber für alle ist ein auf das Pferd sehr individuell abgestimmter Ernährungsplan. Wobei hier sehr kritisch sowohl mit den veröffentlichten Informationen der Futterhersteller als auch der speziellen Hufrehe- und Cushingforen umgegangen werden muss insbesondere dann, wenn eines der größten Foren für Cushingpferde in Deutschland von einem exklusiven Futtermittelvertreiber moderiert wird. Die Fütterung muss in Harmonie mit einem empfohlenen Bewegungsprogramm stattfinden. Heute weiß man, dass ein anhaltendes Trainings- bzw. Bewegungsprogramm die Glucoseaufnahme in der Muskulatur stimulieren kann. Ähnlich wie bei Pferden mit PSSM (Equine Polysaccharid Speicher Myopathie / EPSM) sollte man hier negativen Stress und hartes Training unter Verspannungen und Druck dringend vermeiden.

Insbesondere in den ersten 20 Minuten der gemeinsamen Arbeit mit dem Pferd sollte jede erregende Auseinandersetzung vermieden werden. Neben dem Training muss aber auch eine strikte Kontrolle der Zufuhr von Energie, Stärke und Zucker erfolgen. Es ist müßig darüber zu streiten, ob Öl, Traubenzucker, Zucker (einfach oder mehrfach), Melasse, Karotten oder Apfeltrester usw. in den Trog eines Pferds mit EMS oder ECS gehören. Entscheidend hierfür dürfte ganz allein die tägliche Menge sein, die verabreicht wird. Der Grundbedarf des Pferdes soll bzw. muss über spät geerntetes hochwertiges Heu (ca. 1,5 kg je 100 kg LM) und Stroh (ca. 0,2 kg je 100 kg LM/Pferd) sichergestellt werden. Je nachdem ob das Pferd abnehmen muss, kann leicht reduziert werden oder wenn es zu dünn ist bzw. krankheitsbedingt stark abgenommen hat, individuell zugefüttert werden. Ein entsprechend geschulter Ernährungsberater für Pferde wird hier die Menge für das Pferd errechnen.

Grundsätzlich gilt immer noch weniger ist mehr und mehr körperliche Aktivität reduziert die Insulinresistenz. Spezielle Mischfutter für Pferde mit Cushing, Hufrehe oder auch PSSM sind meist völlig unnötig. Sinnvoll erscheint eine auf die Krankheit und deren Stadium angepasste Versorgung mit Mineral – und Vitalstoffen.

Kein Zusatzfutter ist derzeit in der Lage Pferde mit Cushing zu heilen. Ebenso werden sie mit Zusatzfuttern fettleibige Pferde oder Pferde mit Hufrehe nicht gesund füttern können. Deshalb muss der Schwerpunkt der Behandlung neben der Bewegung auf einer krankheitsbezogenen und individuellen Grundfütterung sowie auf einer medikamentösen Therapie (bei ECS-Pferden) liegen.


Beachten Sie nachfolgende Punkte:

  • Der hormonelle Stoffwechsel der Pferde mit Cushing ist bereits stark belastet. Vermeiden sie daher weiteren Stress im Umgang oder im Training, da die Vermeidung von Stress eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Insulinresistenz darstellt.
  • Verändern Sie die täglichen Abläufe nicht. Vermeiden Sie Veränderungen in der Fütterungs- und Weideroutine.
  • Füttern Sie immer an der gleichen Stelle und stellen Sie ausreichend Wasser (auch auf der Weide, nicht zu kalt und nicht mittels Zungentränke) zur Verfügung.
  • Scheren sie das Pferd im Sommer und decken sie es rechtzeitig gegen Kälte ein.
  • Pflegen (bürsten) Sie das Fellkleid regelmäßig, um Hauterkrankungen (Hautpilz) zu vermeiden.
    Achten Sie peinlich auf eine gute und entlastende Hufform. Lassen Sie regelmäßig den Huf bearbeiten (alle 6 bis 8 Wochen).
  • Achten Sie darauf, dass die Zähne Ihres Pferdes regelmäßig (2 mal pro Jahr) überprüft und ggf. professionell bearbeitet werden.
  • Stellen Sie Ihr Pferd nicht zu anderen Pferden, die sich aggressiv verhalten oder sehr dominantes Verhalten zeigen.
  • Vermeiden Sie einen Stallwechsel und meiden Sie häufig wechselnde Pferdebestände.
    Reduzieren Sie die Impfungen auf ein Minimum.
  • Ernähren Sie Ihr Pferd rohfaser- und strukturreich aber kohlenhydratarm (insbesondere arm an Glukose und Fructose).

Ergänzungfuttermittel für Pferde mit Cushing-Syndrom

NHC N-Sulin baut das durch das Cushing Syndrom stark beeinträchtigte Wohlbefinden wieder auf!

NHC N-Sulin baut mit Hilfe ausgesuchter Vitamine, Vitalstoffe, natürlicher Kräuter, essentieller Fettsäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen das durch das Cushing Syndrom stark beeinträchtigte Wohlbefinden des Pferdes ernährungsphysiologisch wieder auf. Die erhöhte Hufrehegefahr, der Verlust an Muskulatur, das übermäßige Schwitzen und das häufige Absetzen von Harn sowie die massiven Fellwechselprobleme vermindern die Lebensqualität, da der Pferdeorganismus der krankheitsbedingten Zellzerstörung nur sehr wenig entgegen setzen kann. NHC N-Sulin unterstützt den Gewebeschutz und in vielen Fällen auch die Blutzuckertoleranz. (NHC N-Sulin kann auch in Zusammenhang mit einer medikamentösen Therapie zugefüttert werden und verbessert die Resultate). NHC N-Sulin ersetzt nicht die dringend erforderliche und einzuhaltende Diät speziell für Pferde mit Cushingsyndrom.

Warum NHC N-Sulin als ernährungsphysiologische Futterkomponente?

Grundsätzlich erhebt NHC N-Sulin nicht den Anspruch Cushing heilen zu können. Der Schwerpunkt von NHC N-Sulin liegt in einer ausgewogenen und sorgfältigen Bereitstellung nachhaltig stoffwechselfördernder und gesundheitsvorbeugender Vitalstoffe, Mineralien und Spurenelementen. NHC N-Sulin berücksichtigt die krankheitsbedingten Vorgänge eines Cushing-Pferdes und steuert diesen ernährungsphysiologisch sinnvoll entgegen. Natürliche Kräuter, Mineral- und Spurenelemente, Vitamine, essentielle Fettsäuren usw. sind notwendig zur Unterstützung des Stoffwechsels und der Gewebedurchblutung. Ganz wichtig ist die Aufrechterhaltung eines funktionellen Immunsystems durch eine gezielte ernährungsphysiologische Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte. NHC N-Sulin gleicht den durch das verstärkte Schwitzen und Urinieren bedingten Mineralverlust aus. Die speziell zugeführten antioxidativ wirksamen Vitalstoffe und Vitamine steuern einer latenten Hypophysen- und Huflederhautschädigung entgegen. Durch die Beimischung speziell ausgesuchter Kräuter konnte in vielen Fällen nicht nur eine sichtbare Verbesserung des Allgemeinbefindens und des Gewebeschutzes erreicht werden, sondern auch die Blutzuckertoleranz verbesserte sich.

Mit NHC N-Sulin konnte in den eigenen Versuchsreihen für die behandelten Cushingpferde eine befriedigende Lebensqualität erreicht werden. In einigen Fällen konnte sogar das Pergolidmesylat enthaltende, oft mit starken Nebenwirkungen behaftete Medikament deutlich reduziert werden.


Eine Reihe von ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen einzelner Bausteine, die in NHC N-Sulin enthalten sind:

Vitex agnus castus (Mönchspfeffer) wurde mittlerweile in vielen Studien als wirksame Pflanze im Einsatz bei Pferden mit Cushing Syndrom beschrieben. In vielen Fällen konnte man innerhalb von 4 bis 6 Wochen sogar einen Abfall des hohen Blutzuckerspiegels im Blut beobachten. Mönchspfeffer eignet sich insbesondere zur Unterstützung der Hirnhangdrüsenfunktion, zur Verbesserung der hormonellen Stoffwechselabläufe und der daraus resultierenden bei Cushingpferden oft beobachteten Reizbarkeit und Unberechenbarkeit. Durch die Gabe von Mönchspfeffer konnte bei den Pferden ein verbesserter Fellwechsel und eine deutlich gesteigerte Vitalität beobachtet werden (z.B. Hilary Self, ENUCO 2007 Wien).

Die Spurenelemente Chrom, Zink und Mangan spielen bei einem Cushingpferd eine wichtige Rolle. Chrom ist ein lebenswichtiger Nährstoff und hat mit dem Chrom von z.B. Kraftfahrzeugen usw. nichts zu tun. Chrom fördert die Insulinwirkung und die Glucoseaufnahme in der Zelle. NHC N-Sulin verwendet zur Versorgung des Pferdes mit Chrom spezielle Kräuter und Bierhefen mit einem hohen natürlichem Chromgehalt. Chrom kann das Auftreten von Alterungserscheinungen abschwächen bzw. hinauszögern, Es steigert die Bildung des wichtigen altershemmenden Hormons DHEA (Dehydroepiandrosteron). Ein hoher Insulinspiegel hemmt die Produktion von DHEA, indem er ein Enzym unterdrückt, das die chemische Vorstufe des DHEA in dieses Hormon umwandelt. Die Zufuhr von Chrom fördert somit die DHEA-Produktion. Chrom wird ernährungsphysiologisch mit der Glukosebereitstellung im Blut und der damit zusammenhängenden Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit des Pferdes in Verbindung gebracht. An der Regulation des Cholesterinspiegels und der Lipid- und Fettsäurenkonzentration im Körper ist Chrom wesentlich beteiligt. Ebenso kann mit einer gezielten Zufütterung von Chrom und Zink, nach ernährungsphysiologischen Erkenntnissen, ein gerade auch bei Cushingpferden beobachteter Juckreiz oder auftretende Muskelschwäche beseitigt werden.

Zink (organisch) ist ein sehr wichtiges Spurenelement und ein bedeutender Aktivator für eine Reihe von Enzymen des Protein- und Kohlenhydratstoffwechsels. Zinkchelat aktiviert und steuert lebenswichtige Stoffwechselleistungen und reguliert mitunter die Bildung der Speicherform von Insulin.

Mangan ist ein Spurenelement welches als Bestandteil verschiedener Enzyme den Cholesterin- und Fettstoffwechsel, sowie das Hormonsystem und die Blutgerinnung beeinflusst. Mangan ist daher unverzichtbar für den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweiß, Fetten usw. und übernimmt darüber hinaus eine wichtige Funktion im Rahmen einer Leber- und Nierenentgiftung.

Neben Chrom, Zink und Mangan wird bei der Regulierung des Zuckerhaushalts den Inhaltsstoffen Vitamin B2, B6, Panthothensäure, Bierhefe und Biotin eine hohe ernährungsphysiologische Bedeutung beigemessen. Zur Vorbeugung vor Hufrehe fördernder Entzündungen und Gewebeschäden kommt auch organischem Selen, Vitamin E, Vitamin C, β-Carotin und pflanzlichen Phenolen (Flavonoide) eine besondere Bedeutung zu. Das stärkste bekannte Antioxidans „OPC“ (Oligomere-Proantho-Cyanidine) aus dem Traubenkernextrakt stärkt das Immunsystem, verringert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, entgiftet den Körper, glättet Hautfalten, verlangsamt die Hautalterung, wirkt positiv auf Gelenke, Gehirn und Augen und kann zudem Allergien positiv beeinflussen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil von NHC N-Sulin ist die Ginsengwurzel. Die Wirkung der Ginsengwurzel ist inzwischen eingehend erforscht und dokumentiert. Ginseng wirkt unspezifisch auf Organe und Gewebe. Unspezifisch bedeutet, dass diese Heilpflanze grundlegend und umfassend wirkt. In der chinesischen Arzneikunde rät man zur Beigabe von Ginseng, wenn ein Mittel unzureichend anschlägt. Ginseng ist das Mittel der Wahl gerade für schwierige Situationen wie das Cushing. Aber neben einer Funktionsanregung durch Ginseng zur besseren Bewältigung von Belastungen und zu Steigerung der Immunfunktion bei Infekten, hat man bei einer Langzeitaufnahme von Ginseng eine Steigerung des Zuckerabbaus (Glykolyse) und der Glukoseverwertung, die durch Insulin induziert wird, beobachtet. Darüber hinaus scheint die Ginsengwurzel zusätzliche Mechanismen anzuregen, die insbesondere bei Pferden mit Cushing von Bedeutung sind und einen zu hohen Blutzuckerspiegel verhindern.

Weitere Kräuter wie Brennnessel, Birke, Ingwer, Island Moos usw. dienen mit ihren pharmakologisch wichtigen Inhaltsstoffen wie den Aminosäuren, Flavonoiden und Mineralien der Unterstützung des Nieren- und Leberstoffwechsels, dem hormonellen Stressabbau sowie der allgemeinen Stärkung der körpereigenen Widerstandskraft.

NHC N-Sulin ist erhältlich im 5 kg-Eimer (reicht für ca. 50 - 100 Tage) – 74,80 €
© NHC-Unternehmensgruppe, Thomas Kranz, 2008

Montag, 16. Juni 2008

Matsch löst keine Mauke aus!

Mauke und Raspe – entzündliche Hauterkrankung in der Fesselbeuge


Die Mauke stellt eine bei Pferden seit vielen Jahrhunderten bekannte Hauterkrankung dar. In überwiegenden Fällen sind insbesondere Kaltblutrassen oder schwere Robustpferde davon betroffen. Je nach Schweregrad der Mauke von leichter Hautrötung bis hin zur Warzenmauke wird diese Hauterkrankung oft mit heftigem Stampfen der Beine auf den Boden begleitet.
Die Symptome der Mauke zeigen sich in Form von Hautrötung, Knötchen- oder Blasenbildung der Haut oder durch nässende Dermatitis. Durch Schmerzen und Risse in der Haut kann es in schweren Fällen auch zu Lahmheit kommen. Die Mauke gilt auch noch heute als eine im schweren Stadium unheilbare Erkrankung, deren Symptome bei dauerhaft intensiver Therapier vermindert aber meist nicht komplett geheilt werden können. In weniger schweren Fällen lässt sich aber Mauke (Hautirritationen in der Fesselbeuge) oder Raspe (Hautirritationen über Teile des Pferdebeines) sehr gut behandeln.


Immer wieder kursieren Gerüchte, dass ein matschiger Auslauf oder eine feuchte Wiese Mauke auslösen können. Diese Behauptung ist grundsätzlich nicht richtig. Richtig ist, dass ein mit Mauke oder Raspe befallenes Pferd matschige Ausläufe oder feuchte Pferdeweiden bis zur Abheilung der Mauke meiden sollten. Da es sich bei der Mauke um teilweise offene Wunden handelt, besteht in den verunreinigten und mit Bakterien versetzten Böden ein hohes Infektionsrisiko. Daher sollte man wissen, dass ungünstige Bodenverhältnisse die Mauke fördern aber grundsätzlich saubere Böden und Ausläufe kein Schutz davor sind.
Parasitzen können Auslöser von Mauke sein!

Im Vergleich zu früheren Zeiten treten Hautparasiten bei Pferden heute seltener auf. Das liegt an der höheren Hygiene, gesünderen Ställen mit geringerer Besatzdichte und einer besseren Fütterung, die die Immunabwehr des Pferdes stärkt und damit den Parasiten geringere Chancen bietet. Dennoch werden immer wieder auch Parasiten (Milben, Haarlinge, Zecken usw.) beobachtet. Sie befallen oftmals insbesondere kranke und geschwächte Pferde. Räudemilben sitzen im Haarkleid gerne auch an den Beinen (Chorioptesräude). Räudemilben bohren sich in die Haut und ernähren sich von Blut und Lymphe. Läuse und Haarlinge hingegen leben im Langhaar des Pferdes und saugen ebenfalls Blut oder ernähren sich nur von losen Hautschuppen. Gerade auch bei Pferden mit Mauke hat Dr. Florian Geburek an fast 60 % der mit Mauke befallenen Pferde zusätzlich Hautmilben festgestellt. Somit sind nicht nur Pferde mit Hautmilben anfällig für die oft schmerzhafte Hautentzündung, sondern auch stark verwurmte Pferde leiden häufig darunter. Bevor zunächst mit oft kostenintensiven Therapien begonnen wird, sollte der Wurmstatus dringend überprüft werden.

Stress oder Stallwechsel begünstigt Mauke oder Raspe!

Häufig tritt Mauke auch in Stresssituationen auf. Zum Beispiel nach einem Stallwechsel, bei der Integration in eine neue Herde oder nach langen Reisen oder Turnieren und Shows. Nicht immer ist es nur der Stress, sondern die Kombination aus der Umstellung und den in neuen Ställen oder Plätzen befindlichen Keimen. Das Immunsystem des Pferdes stellt sich erst langsam individuell auf die Standortsituation ein. Bei plötzlichen Veränderungen und neuen Keimen kann nur ein intaktes und gut funktionierendes Immunsystem Antikörper entwickeln. In vielen Fällen sind die Pferde nicht in der Lage die notwendigen Keime schnell abzuwehren. Die Haut als größtes Organ wird daher sehr anfällig für äußere Angriffe.

Fehlerhafte oder gänzlich fehlende Mineralversorgung begünstigen Mauke oder Raspe!

In vielen Fällen ist zwar die Versorgung mit Calcium und Phosphor mehr als ausreichend, dennoch fehlen vitalisierende Spurenelemente und Vitamine. Bevor mit teuren Ergänzungsfuttermitteln versucht wir ernährungsphysiologisch entgegenzuwirken sollte die grundsätzliche Mineralversorgung überdacht werden. Fütterungsbedingt ist in der Regel durch hohe Versorgung des Pferdes mit dem Mineral Phosphor und Calcium die Aufnahme von wichtigen Spurenelementen wie Zink, Kupfer, Selen und Mangan deutlich gehemmt. Daher sollte gezielt auf vitalisierende Mineralfutter zurückgegriffen werden, die über eine hohe und schnelle biologische Hochwertigkeit verfügen.

Zuviel Kraftfutter, lange Weidezeiten (Stärke, Protein, Eiweiß) oder die Kombination daraus sind Gift für disponierte Maukepferde!

Bei Maukebefall hat sich allgemein bewährt, den Eiweiß- und Stärkeanteil (Getreide) der Futterration deutlich zu kürzen. Das heißt nichts anderes, als zum Einen das Kraftfutter (Getreide, getreidelastige Müslis und Pelletfutter) zu reduzieren und zum Anderen die fehlende Energie dafür mit reichlich strukturierter Rohfaser z.B. Heu, Stroh, Gras (Wuchshöhe über 30 cm) abzudecken. Das Rauhfutter sollte genug Struktur und einen mäßigen Eiweißgehalt aufweisen.
Eine genaue Futter- bzw. Rationsberechnung erstellen wir Ihnen auf Anfrage. Pferde, die bei einer reinen Heufütterung abmagern würden, können als Getreidealternative mit Wiesencobs (Rohprotein 10%) und mäßig Öl zugefüttert werden. Hohe Kraftfuttergaben belasten durch ihr hohes Protein/Eiweiß-Verhältnis (PEQ) insbesondere den Leberstoffwechsel. Die Leber selbst ist neben der Niere ein wichtiges Entgiftungsorgan und Störungen im Leberstoffwechsel machen sich sehr oft auf der Haut durch Ekzeme bemerkbar. Die Mauke oder Raspe ist oft eine Folge dieser zur proteinreichen Fütterung. Im Getreide enthaltenen Phytate binden Mineralstoffe, insbesondere Spurenelemente und machen diese somit wirkungslos.
Eine hohe Proteinzufuhr muss über die Leber abgebaut werden. Leider ist die Bildung vieler leberentgiftender Enzyme spurenelementabhängig. Stehen also Spurenelemente in ausreichender Menge nicht zur Verfügung ist die natürliche Entgiftung überschüssiger Proteine stark beeinträchtigt. Auch aus einer Eiweißüberfütterung kann sich daher ein Spurenelementmangel entwickeln. Dieser zeigt sich gerne in Hautveränderungen. Die Haut wird spröde, rissig, platzt auf und öffnet auch Parasiten und Keimen Tür und Tor.

Mauke und Raspe – Das können Sie tun!

Infektionsrisiko meiden: Grundsätzlich sollten Sie bei akuter Mauke auf das erhöhte Infektionsrisiko achten. Daher empfiehlt sich eine Waschung mit Jodseife oder auch Kernseife (alkalisch und dadurch entzündungswidrig). Versuchen Sie nicht die Kruste mit Gewalt herunter zu waschen. Überflüssige Krusten werden von selbst herunter fallen.

Häufiges Waschen vermeiden: Vermeiden Sie auf jeden Fall zu häufiges Waschen. Sie sollten höchstens alle 14 Tag die Beine gründlich reinigen. Versuchen Sie zwischendurch den Schmutz usw. auszubürsten. Geben Sie auf die befallenen und offenen Stellen eine Wundcreme oder eine Lotion. Vermeiden Sie Teebaumöl, weil dies die Haut sehr reizt. NHC hat gerade für entzündete Hautpartien zwei sehr bewährte Salben. NHC Muddy & Skin Creme mit sulfoniertem Schieferöl oder für schwer zugängliche und haarige Stellen NHC Skin Lotion PLUS u.a. mit heilendem Honig. Die Creme oder Lotion bietet einen guten Schutz und fördert die Wundheilung.

Parasiten/Milben reduzieren die Heilungschancen: Parasiten, insbesondere sowohl Haut- als auch Grasmilben verstärken die Symptome sehr oft. Selten sind sie zwar alleiniger Auslöser - aber in vielen Fällen störende, den Heilprozess verlängernde „Mitesser“. Sprühen Sie regelmäßig ein aus Chrysanthemen gewonnenes Extrakt (NHC Parasit nat.) großzügig auf die umliegenden Stellen und bürsten dies ein.

Proteine (Stärke und Eiweiß) meiden: Grundsätzlich aber wir das Problem nur ganzheitlich betrachtet dauerhaft beseitigt werden können. Zunächst sollte die zugeführte Menge an Energie und verdaulichem Protein (insbesondere Kraftfutter) überprüft werden. Lange Weidezeiten sind ebenfalls gerade bei Robustpferderassen kontraindiziert. Ihr NHC-Ernährungsberater erstellt Ihnen gerne einen individuellen Ernährungsplan und prüft den PE-Quotienten der Fütterung. Ist dieser deutlich über 5,0 ist eine Umstellung der Fütterung dringend angeraten.

Bedarf an vitalisierenden Spurenelementen sichern: Angeraten wird ein vitalisierendes und probiotisches Mineralfutter (NHC Mineral Plus). Bevor auf kostenintensive Zusatzpräparate zurückgegriffen wird sollte diese Grundversorgung in Verbindung mit Öl zunächst versucht werden. In den meisten Fällen reicht dies bereits aus.

Zusatzpräparate für den Immunstoffwechsel insbesondere für Leber und Haut: Erst wenn eine optimierte Grundversorgung zu keiner Verbesserung führt sollte mit speziellen Präparaten ernährungsphysiologisch eingegriffen werden. Schwerpunktmäßig wird man hier auf die Verbesserung des Leber- und Hautstoffwechsels hinarbeiten. Die Zusätze sollten weitestgehend organisch zur Verfügung gestellt werden. Hier empfiehlt sich die zusätzliche kurmässige Gabe von NHC Muddy & Skin Powder.

Öle verbessern das Hautniveau ungemein: Zusätzlich sehr gut bewährt hat sich die Fütterung von kaltgepressten Leinsamenölen die zur Verbesserung der Vitamin A+E -Versorgung mit sehr feinem Dorsch- und Traubenkernölen vermengt werden. Die in schonend gepressten Ölen erhaltenen Omega-3-Fettsäuren gelten als entzündungswidrig und verbessern das Hautniveau insbesondere in Verbindung mit tierischen Fetten. Das spezielle NHC Omega Balance Öl sollte daher nicht nur erst bei Mauke zum Einsatz kommen.

Die Kombination NHC Mineral Plus und Omega Balance Öl wird in vielen Pferdeforen als die ideale Kombination, gerade auch bei Pferden mit Maukeproblemen gelobt.

Montag, 25. Februar 2008

Michael Geitner und Natural Horse Care specken Pferde ab!

Pferdetrainer Michael Geitner und Natural Horse Care specken Pferde ab

Ab sofort bietet Pferdetrainer Michael Geitner in Zusammenarbeit mit NHC ein in Bayern einmaliges Konzept: Zusammen mit einem erfahrenen Team speckt Geitner übergewichtige Pferde schonend ab. Damit ermöglicht er selbst EMS- und Cushing-Pferden ein beschwerdefreies Leben und volle Einsatzmöglichkeit.
Der bekannte Buchautor Geitner stellt auf der Rancho Alegre in Rechtmehring Einstall-Plätze für übergewichtige Pferde zur Verfügung. Aufgrund der vergangenen Forschungen, Erfahrungen und Erfolge hat Geitner ein kompetentes Team zusammengestellt, daß sich um die vierbeinigen Patienten kümmert.
Durch eine Futteroptimierung und einen Hufschmied vor Ort werden die Vierbeinigen Patienten optimal eingestellt. Eine renommierte Pferdeklinik steht für die analytische Diagnosen und Notfallversorgung zur Verfügung. „Wir können bestätigen, was eine Reihe von Interventionsstudien über Pferde mit EMS bereits vermutet haben: Ein vorhandenes Equines metabolisches Syndrom lässt sich durch ein individuell abgestimmtes Fütterungs- und Trainingsprogramm weitestgehend zurückdrängen“, berichtet Thomas Kranz von Natural Horse Care.
Das ausgeklügelte Trainingssystem, das Geitner jedem Neuankömmling verpasst, hat entscheidenden Einfluss auf den Pferdekörper. Auf dem Trainingsplan stehen Laufband und Dual-Aktivierung. Ein grasfreies Paddock, tägliches Wiegen mit der hofeigenen Pferdewaage und ein individueller Ernährungsplan sichern den Erfolg. Anhand eines Passes, in den täglich das Gewicht des Pferdes und weitere wichtige Parameter eingetragen werden, erhält der Besitzer einen Nachweis über die Abnahme und Genesung seines Pferdes. „Eine Diät mit Heu ist immer nur ein Notfallprogramm. Sie bietet dem Pferd keine artgerechte Ernährung und Versorgung mit den so dringend benötigten Vitalstoffen. Die können von Laien leicht über- bzw. unterdosiert werden“, betont Geitner.
Besonders wichtig ist es, Fälle von Futterrehe vom Equinen metabolischen Syndrom (EMS) und dem peripheren Equinen Cushing Syndroms (ECS ) zu unterscheiden. „Wir sind keine Klinik. Deshalb müssen wir schon vor dem Abspeck-Programm wichtige Details mit dem Besitzer und dem Tierarzt klären. Nur so können wir individuell auf die Bedürfnisse und die Krankheit des Pferdes eingehen. In erster Linie geben wir die Hilfe, die ein dickes Pferd zum Schlankwerden braucht“, erklärt Michael Geitner. „Wir bieten ein ausgefeiltes Ernährungs- und Bewegungsprogramm. Dicke Pferde benötigen eine ganzheitliche und umfassende kompetente Betreuung, damit keine lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen wie Hufrehe oder Cushing beim Pferd auftreten.“
Der Preis von 199.- ‚Euro wöchentlich enthält neben dem Aufenthalt inkl. Futterplan und Fütterung mit Spezial Grundfutter auch 5 Trainingseinheiten (Laufband oder Dual-Aktivierung und tägliches Verbringen auf die grasfreien Paddocks.
Info unter NHC 08067-8838880

Die ernährungsphysiologischen Bausteine bei Fellwechsel und Ekzem

Natural Horse Care hat versucht auf Grundlage der vorliegenden wissenschaftlichen und ernährungsphysiologischen Erkenntnisse und Studien ein Sortiment zu erstellen, welches individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Pferde und Aufstallungen eingeht


Was kann der Pferdebesitzer tun im Frühjahr?


Kräutermischungen: Mit Kräutern bzw. Heilpflanzen und natürlichen Präparaten kann einem Pferd im Fellwechsel geholfen werden. Darüber hinaus enthalten Heilpflanzen einen geringen aber nicht unbedeutenden Anteil an Mineralsalzen, Spurenelementen und Vitaminen und können so als Aufguß (Tee) zubereitet oder mit ca. 50 Gramm täglich dem Hautstoffwechsel unter die Arme greifen. Der Nachteil ist meist der hohe Anschaffungspreis und die etwas umständliche Verabreichung.


Nachfolgende Kräuter regen den Hautstoffwechsel an:


Ackerschachtelhalmkraut
Brennesselkraut
Eichenrinde
Frauenmantelblätter
Klettenwurzel
Löwenzahnwurzel
Löwenzahnkraut
Melissenblätter
Queckenwurzel
Salbeiblätter
Spitzwegerichkraut
Wildes Stiefmütterchenkraut


Viele unserer Nahrungsergänzungsmittel bedienen sich dieser Erkenntnis und sind in unseren Mischungen (Muddy & Skin PRO Powder oder Skin-Lotion PLUS) teilweise enthalten.


Knoblauch: Knoblauch bewirkt nicht nur eine Harmonisierung des Stoffwechsels sondern führt durch seine antiallergischen Inhaltsstoffe auch zu eine Abnahme der Sensibilität gegenüber Insektenstichen. Die Ausdünstungen der ätherischen Knoblauchöle über die Haut reduziert die Belästigung der Pferde durch Insekten äußerst wirksam. Heidemarie Heinrich berichtet in ihrem Buch „Sommerekzem“ (Müller Rüschlikon Verlag), daß über 90% der Anwender ein Verbesserung der Hautsituation bei Eingabe von Knoblauch bestätigten. Knoblauch sollte aber nicht in großen Mengen verfüttert werden – hier reichen zwischen 15 und 30 Gramm vollkommen aus. (siehe NHC Garlic – reines Knoblauchgranulat in Lebensmittelqualität)


Ungesättigte Fettsäuren: Kaltgepresstes Leinöl enthält die Alphalinolsäure (ALA). In einer von kanadischen Wissenschaftlern durchgeführten Pilotstudie an Sommerekzemern wurde die Vermutung bestätigt, daß Leinöl Entzündungen hemmen kann. Hier wurden Entzündungsreaktionen auf der Haut auf Grund von Insektenstichen und deren Speichel untersucht. Die Studie bestätigte, daß nach 42 Tagen bei allen mit Leinöl zugefütterten Ekzemern die Entzündungen zurückgingen und die Haut selbst weniger stark auf Insektenstiche reagierte.Schwefel/org. Schwefel: Schwefel entfalten im Hautbereich seine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung und führt so zu einer schnelleren Abheilung von Hautveränderungen.


Bierhefe: Bierhefe ist reich an Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen.


Der hohe Vitamin B Anteil, der Anteil an schwefelhaltigen Stoffen und die enthaltenen Nukleinsäuren unterstützen und beschleunigen die Regeneration der Haut. (u. a. In Muddy & Skin PRO Powder enthalten)


Kieselgur: Kieselgur enthält eine hohe Anzahl an mineralischen Spurenelementen und sorgt mit seiner hohen porösen Oberflächenstruktur für eine optimale Entgiftung und Ableitung von Toxinen im Darm. Kieselgur wirkt stärkend und festigend auf das Bindegewebe und erhöht die Widerstandskraft der Haut. (ca. 15 bis 30 Gramm Kieselgur täglich insbesondere im Fellwechsel sollten wegen der guten Wirksamkeit und relativ geringen Kosten nicht fehlen. Siehe hierzu NHC-Kieselgur 100%. U.a. in Muddy & Skin PRO Powder enthalten)


Seealgenmehl: Seealgenmehl enthält ebenfalls ein hohe Anzahl an Mineralien und Vitaminen und hat dadurch eine Sonderstellung bei der natürlichen Regeneration des Hautstoffwechsels. Seealgenmehl sollte insbesondere bei Ekzemern und empfindlichen Pferden regelmäßig verabreicht werden. (in Muddy & Skin PRO Powder enthalten)


Zink: Zink ist für die reibungslose Funktion sowie die Regeneration und Wundheilung der Haut untentbehrlich.


Vitamin A, B und C schützen als sog. Antioxidantien das Pferd vor den Auswirkungen von aggresiven Schadsubstanzen, stärken das Immunsystem und optimieren das Wachstum sowie die Zellteilungsrate der Haut und Schleimhäute.


Aminosäuren: Aminosäuren stellen die in struktureller und funktioneller Hinsicht wichtigsten Bestandteile der lebenden Zelle dar und sind für ein optimales Resultat beim Aufbau von Körpersubstanzen, bei der Eiweißbildung und im reibungslosen Stoffwechselgeschehen unentbehrlich.


Probiotikas: Lebende Mikroorganismen übernehmen in der Darmfunktion eine aktive darmsanierende Aufgabe und binden schädliche Bakterien im Magen – Darmtrakt. Probiotikas sorgen für eine Stärkung der körpereigenen Vit.B Produktion, reduzieren den ph-Wert im Darm und stabilisieren somit den Verdauungsstoffwechsel nachhaltig. (in vielen NHC-Produkten enthalten – siehe auch NHC Yea Sacc Mikro )


Natural Horse Care hat versucht auf Grundlage der vorliegenden wissenschaftlichen und ernährungsphysiologischen Erkenntnisse und Studien ein Sortiment zu erstellen, welches individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Pferde und Aufstallungen eingeht.

Besonders hervorzuheben wären nachfolgende Produkte:



Was tun wenn man einen Ekzemer hat?


Die Vorbereitung eines Ekzemers auf die kritische Saison ist das A und O und eine entsprechende Berücksichtung aller ernährungsphysiologischen Erkenntnisse kann hier nur von Vorteil sein. Ein Patentrezept für den Ekzemer wird es sicherlich auf Grund der unterschiedlichen Krankheitsbilder, Verläufe und Rassetypen nicht geben. Doch auch hier sollten die Ursachen für das Auslösen einer allergischen Reaktion der Haut weitestgehend ausgeschalten werden. Ob das Pferd an einem klassischen Sommerekzem (Allergie des Speichels der sogenannten Kriebelmücke) leidet oder nicht kann mit einem FIT-Test über die TH-Hannover festgestellt werden.


Viele als Sommerekzem eingestuften Pferde leiden nicht vorrangig an der Überreaktion eines Stiches der Cellukoides-Stechmückenarten sondern an anderen Allergien (Grasallergien, Pilzsporenallergien, Pollenallergien oder andere Umwelteinflüsse). Dennoch können Ekzempferde und deren Beschwerden deutlich verringert bzw. abgestellt werden, wenn ein ausgewogener Ernährungsplan den Stoffwechsel so unterstützt, daß dieser ausreichende Antikörper entwickelt und somit eine Verbesserung eintreten kann.

Eine Versorgung der Haut von außen insbesondere bei Ekzempferden ist sicherlich notwendig aber oft allein nicht ausreichend. NHC hat hier mit der Skin-Lotion PLUS eine Formulierung erstellt, die regelmäßig angewendet einen guten Schutz bietet und die schnelle Regeneration der Haut unterstützt. Über 10 Zusätze stabilisieren die Pferdehaut und bieten Schutz vor Insektenstichen. Resümee:Die Ernährung spielt also im Stoffwechsel und in der Aktivität der Zellheilung eine wesentliche Rolle. Natural Horse Care ist bestrebt diesen Erkenntnissen in der Herstellung seiner eigenen Produkte und der seiner Partner Rechnung zu tragen. Darüber hinaus sind alle Produkte Dopingfrei und nicht genmanipuliert. Gerne erstellen wir Ihnen einen entsprechenden Ernährungsplan und soweit es uns möglich ist, besuchen wir Ihr Pferd auch vor Ort.


© NHC 2006 Fotos http://www.emotion-zone.de

Fellwechsel - eine haarige Angelegenheit

Fellwechsel - eine haarige AngelegenheitMit Hochdruck beginnen Pferdebesitzer nun mehr Zeit an der Putzstange zu verbringen als unter dem Sattel und jeder Offenstallbefürworter blickt nun neidvoll auf die Boxenpferde, die keine Schubkarren voll Pferdehaare aus ihren Lieblingen striegeln ....

Es wird Zeit das Sommerkleid anzuziehenEin unermüdlich nicht enden wollender Winter befindet sich nun endlich in seinen letzten Atemzügen. Auch wenn der Monat April noch in jedem Jahr für Überraschungen gut war, signalisieren die ersten großen Fellbüschel die wir aus unseren Pferden ziehen, daß der Winter nun endlich vorbei ist. Noch in jedem Jahr haben unsere Pferde als Vorboten das Frühlings – früher als jedes Schneeglöckchen die warmen Tage eingeläutet.


Mit Hochdruck beginnen Pferdebesitzer nun mehr Zeit an der Putzstange zu verbringen als auf dem Sattel und jeder Offenstallbefürworter blickt nun neidvoll auf die Boxenpferde, die keine Schubkarren voll Pferdehaare aus ihren Lieblingen striegeln. Ob nun diese Haare auf den Mist gehören oder nicht, dürfte unterschiedlich beurteilt werden. Eines jedoch ist unstrittig, die nach Nistmaterial suchenden Vögel lieben die Fellknäuel, die der Wind davonträgt oder die sich die fleißigen Nestbauer vom Misthaufen holen.

Auf alle Fälle helfen Sie Ihrem Pferd sehr, wenn Sie gerade in der Zeit des Fellwechsel mit den dazu geeigneten Kämmen und Striegeln das alte Haar auskämmen. Der Vorteil an der Fellpflege mittels spezieller Striegel liegt auch darin, daß die Haut durch die kreisenden Bewegungen regelrecht massiert wird und die dadurch gesteigerte Durchblutung der Haut den Prozeß des Fellwechsels beschleunigt.

Waschungen im Fellwechsel sollten eher unterlassen werden, da das noch anhaftende Winterfell und die Unterwolle die Pferde sehr schlecht trocknen läßt und Infektionserkrankungen der Lunge die Folge sein können. Darüber hinaus verändern sie den ph-Wert der Haut und töten wichtige Keim ab, die zum Schutz vor Hautinfektionen sehr wichtig sind.

Auch sind gerade in den nächsten Wochen noch erhebliche Niederschläge zu erwarten, und das Pferd besitzt seinen natürlichen Fettfilm zum Schutz vor Nässe nicht mehr, da die Laugen in den Shampoos das Fett herauswaschen.


Nach dem Fellwechsel an einem richtig warmen Sonnentag spricht gegen eine gründliche Reinigung mit einem auf die empfindliche Pferdehaut abgestimmten Shampoo nichts mehr dagegen.Mit dem Abwurf des alten und spröde gewordenen oft farblosen Winterfell beginnt auch für den Organismus schwerstarbeit. Neues hochwertiges Deckhaar muß in relativ kurzer Zeit gebildet werden.

Mit Hochdruck arbeiten nun der Organismus der Pferde am Aufbau neuer, dreischichtig aufgebauter Haare welche überwiegend aus schraubenförmig angeordneten Aminosäuren, aus anderen Proteinen und aus Lipiden bestehen. Chemisch gesehen kann man im Haar Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Schwefel, Eisen, Kupfer, Jod und Zink nachweisen. Aus diesen Elementen wird ein neues Fellkleid mit hochkomplexen Aufgaben geschaffen. Grundlage für die Entstehung neuen Haares ist ein gut versorgter „Mutterboden“ die Pferdhaut des Pferdes.


Die Haut ist das größte Organ des Pferdes und steht in direkter Beziehung zur Umwelt. Sie schützt den Pferdekörper vor äußeren Einflüssen, ist für die Wärmeregulation, für die Reizweiterleitung, die Kommunikation und Immunabwehr zuständig. Darüber hinaus werden in der zweiten Hautschicht, der Lederhaut, die Haarwurzeln versorgt und die Oberhaut ernährt. Eine intakte Haut dient als mechanische Barriere zur Außenwelt. Ihre Oberfläche wehrt Dank der Besiedelung mit gutartigen Keimen und wachstumshemmendem ph-Wert Infektionen ab. Neben der Thermoregulation steuert die Pferdehaut den Wasserhaushalt und bildet das für die Knochendichte wichtige Vitamin D.


Ein intaktes Haut und Haarkleid ist für den Gesamtorganismus des Pferdes extrem wichtig, da ein gestörter Hautorganismus den gesamten Organismus stören kann. Dies gilt natürlich auch umgekehrt. Gerade deshalb ist es während des Fellwechsels besonders wichtig, daß sich der Pferdhalter Gedanken über eine im Fellwechsel unterstützende Beifütterung macht. Je nach den örtlichen Witterungsbedingungen und der Art der Aufstallung kann sich der Fellwechsel über wenige Wochen bis hin zu einigen Monaten erstrecken. Je nach Konstitution des Pferdes kann das Pferd mit der Haarbildung stark bzw. weniger stark beansprucht werden.

Neben der während des Fellwechsels vorgenommenen intensiveren Pflege des Pferdes wird daher eine fachgerechte Fütterung nötig um den Bedarf des Pferdes im Wechsel der Jahreszeiten mit ausgewogenen Zusatzstoffen (Mineralien, Vitaminen, Aminosäuren, Probiotikas) zu versorgen.


In vielen Studien wird auf die ausreichende Versorgung und dem damit in Verbindung stehendem intakten Haarkleid eingegangen. Der Zusammenhang mit Mangelzuständen in der Versorgung und Problemen in der Fellbildung ist unumstritten. Der Pferdhalter sollte daher dafür Sorge tragen daß alle Bausteine bereitgestellt werde, um das Pferd optimal über den Fellwechsel zu bekommen. Vergessen werden darf aber dabei nicht, daß nicht nur die Haut als Bildungsstätte des Haares eine wichtige Aufgabe übernimmt sondern der Gesamtorganismus des Pferdes dabei ein wesentliche Rollte spielt. In Studien wird immer wieder auf den Zusammenhang hingewiesen, daß eine ungestört ablaufende Verdauung eine Aufnahme der notwendigen Stoffe mit der Nahrung gewährleistet.


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Sonntag, 24. Februar 2008

Honig zur Wundheilung !

Schon im Altertum wurde Honig zur Wundbehandlung eingesetzt. Um die Streichfähigkeit zu erhöhen wurden Fette und Proteine zugesetzt. Auch die Herstellung von medizinischem Puder aus Honig und Wasser ist beschrieben. Da immer mehr Bakterien resistent gegenüber Antibiotika werden, wurde in den achtziger Jahren Honig als Alternative zur Wundversorgung wieder entdeckt.



Der zähflüssige Honig bildet eine physikalische Schutzbarriere gegen pathogene Faktoren. Im Vergleich zur Wundbehandlung mit Antibiotika oder Salzlösungen geht die Wundheilung bei Verwendung von Honig deutlich schneller von statten. Auch bei größeren Operationen im Abdominalbereich kann Honig eingesetzt werden, um peritoneale Verklebungen zu verhindern.

Die bei der Zuckerspaltung im Wundgebiet auftretenden Wasserstoffradikale haben eine bakterizide Wirkung. Diese antibakterielle Wirkung wird auf die bei Verdünnung mit Wasser auftretende Wasserstoffperoxidbildung zurückgeführt. Zusätzlich aktiviert es proteinverdauende Enzyme, die nekrotisches Gewebe abbauen können und gerade deshalb wird häufig eine chirurgische Versorgung der Wundflächen gar nicht erst notwendig.

Der hohe Zuckergehalt des Honigs führt dazu, dass sich die pathogenen Bakterien nicht nur von den beim Abbau nekrotischen Gewebes entstehenden Aminosäuren ernähren, sondern die Glukose als Energiequelle nutzen. Dadurch fehlen die beim Abbau der Aminosäuren entstehen den Ammoniak-, Amin- und Schwefelverbindungen und es entsteht Milchsäure als Endprodukt. Als Folge sinkt der pH-Wert. Der faulige Geruch der Wunden verringert sich drastisch.
Honig hat aufgrund seiner Inhaltsstoffe (Vitamin C und E, Katalase, Peroxidase, Phenolverbindungen) auch antioxidative Fähigkeiten, die das neu entstandene Gewebe vor Schädigungen durch freie Radikale schützen. Die antioxidative Aktivität hängt zusammen mit dem Gesamtphenolgehalt des Honigs und könnte ein wichtiger Hinweis für die Effektivität im Einsatz zur Wundheilung sein.

Honig kann über eine Stimulierung der Zytokinproduktion der Monozyten die Immunantwort aktivieren. Gleichzeitig wird die Produktion von reaktiven Sauerstoffmetaboliten reduziert

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Honig eine schnellere Wundheilung ermöglicht und häufig eine chirurgische Versorgung überflüssig macht, da es sowohl bei entzündeten, wie auch bei schon nekrotisierenden Wunden - wie es auch oft bei starker Mauke zu beobachten ist - eingesetzt werden kann. Auch bei Dermatitiden (Ausschläge, Ekzem, Pilz usw.) kann auf Honig zurückgegriffen werden.


Mit der neuen Formulierung unserer NHC Skin-Lotion PLUS hat NHC auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgegriffen und mit dem Honig eine weitere nützliche aber natürliche Komponente in die Lotion eingefügt.


Die Lotion enthält darüber hinaus:

  • Nelkenextrakt mit dem Wirkstoff Eugenol. Neben einem juckreizstillendem Effekt werden durch das Nelkenöl Parasiten und kleine Hautmilben ferngehalten
  • Aloe Vera zeichnet sich durch ihre regenerierenden und antibakteriellen Eigenschaften aus
  • Kamille mit dem Wirkstoff Bisabolol wirkt entzündungshemmend, desinfizierend und abschwellend
  • Vitamin E schützt als Antioxidans das empfindliche Regenerationsgewebe am Wundrand vor einer Zerstörung durch aggressive Schadsubstanzen

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Mittwoch, 24. Oktober 2007

Durchfall und Kotwassermögliche Ursachen und ernährungsphysiologische Ansätze bei Durchfall und/oder Kotwasser

Durchfälle sind bei erwachsenen Pferden meistens durch Veränderungen im Dickdarm bedingt, da in diesem Bereich vorrangig das Wasser rückresorbiert wird.Durchfälle können durch Wurmbefall, Zahnfehler, Fütterungsfehler, Infektionen, Streß oder bei Behandlungen durch Antibiotika entstehen. Bevor es also überhaupt zu einer zusätzlichen Behandlung kommt, sollte immer zuerst ein übermässiger Wurmbefall ausgeschlossen werden, bzw. die Zähne von einem Tierarzt angeschaut werden, da gerade auch Zahnhaken oder Zahnwechsel Durchfall auslösen können. In den meisten Fällen jedoch sind Endotoxine im Darm für Verdauungsstörungen verantwortlich.

Wir verwenden sehr erfolgreich das Zusatzpräparat NHC General Mineral Plus in Kombination mit NHC Yea Sacc Mikro Auch Pferde mit einer Neigung zu Koliken oder auch chronischen Durchfällen zeigen bei NHC General Mineral Plus deutliche Verbesserungen bei eine dauerhaften Fütterung. Die besten Ergebnisse haben wir erzielt, wenn täglich noch ca. 30 ml Omega Balance Öl von NHC beigemischt wird. Neben den essentiellen Fettsäuren Omega-3 und -6 haben wir hochwertiges Fischöl beigemengt, da das tierische Fett als einziges Fett Vitamin A in ursprünglicher natürlicher Form enthält und nicht aus dem beta-Karotin umgewandelt werden muss.

Bei Hautproblemen und Ekzemern sollte ebenfalls daran gedacht werden, dass insbesondere eine aktive und intakte
Darmflora den Stoffwechsel verbessert und die Überempfindlichkeit bei Insektenstichen nachhaltig mindert. Die in NHC General Mineral Plus eingemischten Spurenelemente waren uns wichtig, da sie ein wichtiger Bestandteil von Enzymen und Hormonen sind und damit unersetzbare Motoren des Stoffwechsels. Die deutliche Zunahme von Hautveränderungen, Atemwegserkrankungen oder Gelenkschäden bereits bei Jungtieren sowie Leistungs- und Regenerationsdefizite haben sicher ihre Ursache in der Abnahme von Spurenelementen in den Futtermitteln. Daher wählte NHC Spurenelemente in überwiegend organischer Form. Diese werden nahezu verlustfrei aus dem Darm aufgenommen und an den Ort des Bedarfs transportiert.

Kotwasser ist ebenso stark verbreitet und die Ursachen können hier ebenfalls sehr vielschichtig sein. Haben die Pferde insbesondere in den Wintermonaten Kotwasser und verbessert sich dies in den Weidemonaten, dürften hier sicherlich Stressmediatoren ausschlaggebend sein. Übersäuerte Mägen und Magengeschwüre sind oft ein Auslöser für Kotwasser. Meist liegt die Ursache dafür in einer erhöhten Stressanfälligkeit (Gruppenhaltung (Herdenstress), Training, Krankheit, Transport, Wettkampf und bei Jungpferden der Gruppenstress). Daher muss einerseits Stress reduziert werden (Magnesium, L-Tryptophan), die
Darmflora saniert (Vit. B-Komplex, Probiotikas, YeaSacc, Kieselgur), die Darmdurchblutung gefördert (Ginkowurzel, Weißdorn) und das Immunsystem gestärkt (Vitamin C, E und Selen) sowie Darmentzündungen (L-Glutamin aus Sojafeinmehl, Fettsäuren) gehemmt werden. Flohsamenhülsen sorgen für den Abtransport evtl. vorhandener Rückstände (Sand usw.) aus dem Darm. All diese Inhalts- und Zusatzstoffe sind in dem Ergänzungsfuttermittel NHC Waterstop enthalten.




Empfehlung:



Bei Durchfällen ca. 10 gr.
NHC Yea Sacc Mikro für ca. 6 bis 9 Wochen in das tägliche "Kraftfutter" geben.
dazu Tryptomag von Equipur beimengen. Die Aminosäure L-Tryptophan reduziert die Reize und hemmt die Stressmediatoren und erhält darüber hinaus einen immens hohen Vit. B 12-Komplex.
parallel dazu ca. 50 gr. NHC General Mineral Plus zur Aktivierung der gesunden Darmbakterien (reaktivierte Hefezellen) und "Entgiftung" (Kieselgur, Schwefel, Cholinchlorid) füttern. Aufgrund des hohen Mineralgehalts von NHC General Mineral Plus muss kein weiteres Mineralfutter und Selen gefüttert werden.
In dieser Zeit sollte auf melassehaltige Mischfutter verzichtet werden. Auch Zuckerrübenschnitzel, Mais, Brot, Silage sollten weggelassen werden. Die Pferde sollten mind. 4 mal täglich zu Fressen bekommen.
Bei Kotwasser haben wir das spezielle Ergänzungsfuttermittel
NHC Waterstop entwickelt - (dieses diätische Ergänzungsfuttermittel hat sich in den Versuchsreihen mit Pferden sehr bewährt. Über 95 % der Pferde mit Kotwasser zeigten bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Verbesserung des "Krankheitsbildes" und waren nach 3 Wochen beschwerdefrei).

Magenübersäuerungen und Magengeschwüre behandeln Sie zusätzlich mit GastroCare von NutriScience. Dieses wissenschaftlich entwickelte Ergänzungsfuttermittel ist derzeit auf dem Markt unschlagbar. (Gastro Care sollte über den Zeitraum von 3 bis 4 Monaten gefüttert werden.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Magengeschüre bei Pferde sind keine Seltenheit, aber meist gut behandelbar

Die Diagnose Magengeschwür beim Pferd klingt oft schlimmer als es tatsächlich ist!
Viele Pferdebesitzer sind oft total erstant über die Diagnose ihres Tierarztes. Woher sollen denn Pferde diese Managerkrankheit „Magengeschwür“ bekommen.? Haltung und Fütterung sind doch in den letzten Jahren ständig verbessert worden und heutzutage haben Pferde doch keinen großen Streß mehr.

Kommt nicht bei vielen Züchtern irgendwann einmal ein Problemfohlen zur Welt, daß sich schlecht entwickelt und daß trotz regelmäßigen Wurmkurgaben einfach nicht zunimmt. Daß vielleicht nicht richtig fressen mag und evtl. auch struppiges Fell hat? Wenn man dann noch des öfteren milde Koliken beobachtet oder das kleine Fohlen aufstoßen sieht, hat man schon die meisten Symptome für Magengeschwüre.
Magenprobleme wie Magenschleimhautentzündungen (Gastritis) bis hin zu Magengeschwüren (Ulzera) sind keine Seltenheit. Im Gegenteil, sie treten viel häufiger auf als man denkt. Bei Fohlen liegt die Zahl bei ca. 57 %, Rennpferde sind sogar mit 93% vertreten, aber auch Turnierpferde aller Sparten sowie Zuchttiere sind mit 60 % zu einer hohen Zahl vertreten. Am wenigsten betroffen ist die Gruppe der Freizeitpferde. Sie sind mit „nur“ 30 % die kleinste Gruppe.
Und dabei sollte man froh sein, wenn ein Tierarzt diese Möglichkeit relativ früh Betracht zieht, denn leider werden die Geschwüre oft erst sehr spät erkannt. Das liegt auch daran, daß 50 % der betroffenen Pferde eine unspezifische Symptomatik zeigen. Wenn sich Symptome zeigen, ist das Geschwür meist schon weiter fortgeschritten.
Um Magengeschwüre sicher diagnostizieren zu können muß man eine Gastroskopie durchführen lassen. Diese wird in einigen Pferdekliniken angeboten und die Kosten liegen in etwa bei 200 - 300 Euro. Ist diese Möglichkeit nicht gegeben kann man, falls mehrere Symptome zutreffen und der begründete Verdacht von Magenproblemen besteht auch mit einer klinischen Therapie beginnen und so den Verdacht bestätigen oder widerlegen.

Symptome
Es gibt diverse Anzeichen für das Vorliegen eines oder mehrerer Magengeschwüre. Beim Fohlen sind dies: Durchfälle, ein schlechter Entwicklungsstand, struppiges Fell, milde Koliken, ein aufgedunsener Bauch, starkes Speicheln, das Liegen in der Rückenlage, unterbrochenes Saugen, Zähneknirschen, Fieber oder Blutbildveränderungen.
Bei erwachsenen Pferden weichen die Symptome etwas von denen der Fohlen ab. Hier können sich Magenprobleme z. B. durch immerwiederkehrende milde Koliken, schlechtes Fressen oder auswählen bestimmter Futterbestandteile, schlechten Allgemeinzustand, Abmagerung, Leistungsminderung, Mundgeruch, Aufstoßen, Flehmen, Leerkauen, apathisches Verhalten und Verhaltensveränderungen zeigen.

Woher kommen diese Probleme?

Man spricht bei Pferde vom Equine Gastric Ulcer Syndrome, also von einem Ursachenkomplex, da meist mehrere Dinge zusammentreffen. Auch heutzutage haben Pferde Streß. Dies ist mit einer der Gründe für für derartige Probleme. Denken wir nur einmal an den Deckeinsatz bei Hengsten, Brenntermine, Zuchtschauen und auch Turniere. Aber auch eine niedrige Position in der Rangordnung, längere Transporte, ein lästiger Boxennachbar oder häufige Stallwechsel können ursächlich sein. In einigen Fällen liegt auch eine andere Grunderkrankung vor. Ursache ist hier eine schlechte Durchblutung des Magens, die durch die Gabe von Schmerzmitteln, z. B. Phenybutazon, Novalgin, Kortison hervorgerufen werden kann, insbesondere bei Fohlen.
Auch die von einem Pferd verlangte Leistung kann die Entstehung von derlei Problemen begünstigen. Manchmal reicht das Reiten allein schon aus. Man vermutet, daß bei der Arbeit ein erhöhter Druck auf den Magen wirkt, der dazu führt, daß die Magensäure in den säureempfindlichen Bereich der Schleimhaut hochgedrückt wird. Je intensiver das Training ist, desto höher ist die Gefahr, daß ein Pferd an Magengeschwüren erkrankt.
Aber auch Futterentzug ist eine weitere Möglichkeit. Häufig ist auch falsche Fütterung mit Schuld an der Misere.

Wie entstehen Magenprobleme

Früher verbrachten Pferde einen großen Teil ihrer Zeit mit dem Fressen von Gras. Daher rührt, daß der Pferdemagen 24 Stunden am Tag Magensäure produziert und nicht nur dann, wenn etwas zu verdauen ist. Die heutige Fütterung erfolgt in viel konzentrierterer Form. Häufig wird zuviel Kraftfutter und zuwenig Rauhfutter gefüttert. Und es entstehen längere Phasen, in denen Pferde nichts fressen. In dieser Zeit produziert der Magen die Magensäure trotzdem weiter, was zur Folge hat, daß die schützende Schleimhautschicht und letztlich die Magenwand angegriffen wird. Dann entstehen oberflächliche Entzündungen, die wenn sie immer weiter gereizt werden zu tiefen Geschwüren werden können. Äußerst selten kommt es zum Durchbruch der Magenwand. Dies sind sehr kritische Fälle, in denen man oft nicht mehr viel machen kann. Bezeichnend ist die folgende Zahl: 80 % der in der Klinik vorgestellten Kolikpferde leiden an Magengeschwüren oder-problemen.
Bei Fohlen ist die Reifung des Magen-Darmsystems ein wichtiger Punkt. Bei Untersuchungen hat man gesehen, daß bei 40 % der Fohlen in den ersten Tagen und Wochen Reizungen der Magenschleimhaut oder kleine Geschwüre entstehen. Kurz nach der Geburt ist die Schutzschicht des Fohlenmagens im Vergleich zu einem erwachsenen Pferd sehr dünn. Außerdem muß sich der Magen erst an die Magensäure gewöhnen. Die Reizungen heilen meist nach einiger Zeit von selbst wieder ab. Seltener, dafür umso gefährlicher ist es, wenn solche Geschwüre nach zwei bis drei Monaten auftreten. Sie sind dann meist viel massiver mit sichtbaren Symptomen.

Was kann man tun?

Meist erfolgt zuerst eine medikamentöse Therapie, die dafür sorgt, daß die Magensäure reduziert wird. Bis vor kurzem wurden dafür meist Magenmedikamente aus dem Humanbereich angewendet, wie z. B. Ranitidin oder Cimetidin. Seit kurzer Zeit ist in Deutschland das Medikament z.B. „GastroGard“ mit dem Wirkstoff Omeprazol zugelassen (sehr teuer). Diese Medikamente blockieren die Säureproduktion und verhindern ein Absinken des ph-Werts unter ein gesundes Maß. Momentan ist dies das einzige Medikament für Pferde in Deutschland. Die Therapie kann der Besitzer auf Anweisung des Tierarztes selbst durchführen. Der Nachteil dieses Medikaments ist, daß hier lediglich die Säureproduktion reduziert wird. Das Symptom wird unterdrückt - aber die Ursache noch lange nicht damit "bekämpft". Ziel einer Therapie sollte neben der Anpassung des Futtermanagements eine Pufferung der Magensäure sowie ein ernährungsphysiologischer Aufbau von Magenschleimhaut sein. Eine medikamentöse Unterdrückung der Magensäureproduktion hat nach Absetzen des Medikaments die Folge, daß die Säureproduktion sofort wieder ansteigt und somit nicht wirklich ein Abheilen der Problemzonen erreicht wird.
Hier gibt es ein Zusatzfutter, welches mit der Kraftfuttergabe verabreicht werden kann z. B. GastroCare (Nutri Science). Dies wirkt der Übersäuerung des Magens entgegen und bilden einen Schutzfilm auf den Geschwüren, so daß diese ungehindert abheilen können. In einer irischen Pilotstudie konnten bei allen "Probanten" selbst schwere Magengeschwüre erfolgreich behandelt werden. Als Nebeneffekt zeigten bereits nach kurzer Zeit alle behandelten Pferde eine deutliche Gewichtszunahme und einen verbesserten Muskelaufbau. Kopper setzten wesentlich seltener auf und gerade junge Pferde (Fohlen) stoppten diese lästige Unart.

Hat man die Streßfaktoren sollte man sie reduzieren oder falls möglich ganz beseitigen. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, die Kraftfutterration zu verringern, auf mehrere Gaben am Tag verteilen und die Heuration zu erhöhen. Silage ist wegen der darin enthaltenen Milchsäure nicht ideal.
Auffällig ist, daß Pferde mit sehr viel Koppelgang kaum zu den Kandidaten mit Magengeschwüren zählen.

Fakt ist, wir können einiges tun um Magenprobleme bei unseren vierbeinigen Freunden zu verhindern. Das sollten wir beherzigen, denn nicht umsonst gibt es das Sprichwort „es ist so unnötig, wie ein Magengeschwür“!

Montag, 15. Oktober 2007

Hufrehe - Entstehung und ernährungsphysiologische Therapie

Hufrehe – Neben Kolik und Spat die meist gefürchtete Krankheit bei PferdenNHC Rehe akut kann helfen



Wer Pferde hat, fürchtet die Hufrehe mehr als alles andere. Gerade die Besitzer von Pony- oder Robustpferderassen werden bei Hufrehe hellhörig. Statistiken haben bewiesen, dass gerade Ponyrassen öfters an Hufrehe leiden. Interessant aber ist, dass diese nicht ein besonderes Gen besitzen, das sie anfälliger als andere Rassen machen würde. Vielmehr werden gerade in der Haltung und Fütterung von Ponys die schwerwiegendsten Fehler gemacht.
Hufrehe bei weitem noch nicht vollständig erforscht. Neben einer kurzen Erläuterung über die Symptome und die unterschiedlichsten Therapiemaßnahmen werden wir in diesem Artikel hauptsächlich auf die fütterungsbedingte Hufrehe und das oftmals Hufrehe auslösende metabolische Syndrom der Pferde (EMS) eingehen. Wichtig erscheint uns in diesem Artikel auch, über die Fütterung eines Hufrehe-Pferdes im akuten Zustand und nach einem Schub einzugehen.



Die als Hufrehe bezeichnete Erkrankung der Huflederhaut nimmt nicht nur wegen der auffälligen klinischen Symptomatik, sondern auch wegen ihrer Entstehung eine Sonderstellung unter dem Entzündungsformen des Hufes ein. Die Krankheit befällt gewöhnlich paarig, vorwiegend die Hufe der Vorder- oder auch der Hintergliedmaßen, manchmal zudem alle vier Extremitäten und gelegentlich unter bestimmten Voraussetzungen nur einen Huf. Hierbei handelt es sich um eine hochgradige Entzündung der gesamten Lederhaut. Diese schmerzhafte und die Bewegung beeinträchtigende Entzündung führt ohne erfolgreiche Behandlung letztendlich zur Drehung oder Absenkung des Hufbeines und zum sogenannten Ausschuhen.



Die Hufrehe zeigt in ihrer Symptomatik ein weitestgehend identisches Muster - die Krankheitsverläufe sowie die auslösenden Ursachen können sehr unterschiedlich sein.
· Das Pferd entlastet seine Zehenspitze aufgrund hochgradiger Schmerzen und belastet die Trachten. Daraus ergibt sich das typische Bild eines etwas nach hinten gelehnt stehenden Pferdes.
· Das Pferd zeigt eine deutliche Lahmheit auf den betroffenen Beinen. Das Pferd setzt jeden Huf sehr zögernd und vorsichtig zuerst mit den Trachten auf.
· Wendungen bereiten an Hufrehe erkrankten Pferden große Schwierigkeiten
· Hochgradige Pulsation der Blutgefäße in Höhe des Fesselkopfes
· Vermehrte Wärme der Hufkapsel und der Hufkrone
· Rehepferde haben meist eine erhöhte Körpertemperatur



Daher ist es nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bzw. Vermutungen kaum möglich eine Hufrehe strikt in eine Belastungsrehe (traumatisch-mechanisch) und/oder Futterrehe (chemisch-toxisch) einzuteilen. In der Regel gehen der Hufrehe immer Störungen voran, die unmittelbar oder mittelbar mit den Futtermitteln, der Quantität, der Futteraufnahme und/oder Verdauungsstörungen in Verbindung stehen. Dies These steht nicht im Widerspruch, wonach eine Rehe nach falscher oder übermäßiger Verfütterung energiereicher Futtermittel bei gleichzeitig unzureichender Verbrennung infolge Mangel an körperlicher Arbeit, nach Arzneimittelintoxikationen, im Verlauf oder im Anschluss von Infektionskrankheiten oder anderen Krankheitsprozessen, bei denen Stoffwechseltoxine in den Kreislauf gelangen einsetzen kann. Es sind Eiweißzersetzungsprodukte (u.a. Histamin), die im akuten Erkrankungsfall vermehrt im Blut angetroffen werden, weil die Leber sie offenbar nicht in der erforderlichen Menge abbauen oder ausscheiden kann.





Auslöser von Hufrehe



Die Belastungsrehe



Die Belastungsrehe entsteht durch die Überbelastungen eines oder mehrerer Hufe. Die Überbelastung kann bereits entstehen, wenn das Pferd sehr lang ohne Auslauf in einer Box oder im Ständer stehen musste. Harter oder gefrorener Boden können Auslöser sein, wenn die Pferde diesen sehr lange ausgesetzt sind und darauf Laufen müssen. Früher in Zeiten des Krieges, als noch Pferde eingesetzt wurden, war dieser Art der Hufrehe unter dem Begriff Marschrehe bekannt. Die am häufigsten auftretende Belastungsrehe dürfte die Überbelastung des gegenüberliegenden Hufes eines ruhiggestellten Pferdebeines sein.



Die Geburtsrehe



Geht bei der Geburt eines Fohlens die Nachgeburt nur teilweise ab, kommt es zur bakteriellen Zersetzung der Reste der Nachgeburt in der Gebärmutter und somit zur Aufnahme von Endotoxinen in die Blutbahn. Diese Eiweißzersetzungsprodukte führen letztendlich zur Hufrehe.


Die Vergiftungsrehe



Vergiftungsrehen können entstehen durch die Aufnahme von Giftpflanzen sowie durch Herbizide und Fungizide, Pestizide, Schimmelpilze (Alfatoxine) und Pilzsporen. Vieles davon findet sich leider heute in etlichen Mischfuttern oder schimmligem oder verdorbenem Heu oder Stroh.


Diese Verunreinigungen bestätigen etliche Untersuchungen unabhängiger Labors oder der Behörde für Lebensmittelsicherheit. Hin und wieder können auch Impfungen (insbesondere gegen Herpes) oder Wurmkuren ein Vergiftungsrehe auslösen besonders dann, wenn ein massiver Parasitenbefall vorlag oder das Pferd in einem allgemein schlechten Zustand geimpft oder entwurmt wurde. Auch sollte das Pferd im Anschluss an eine Wurmkur oder eine Impfung einige Tage langsamer bewegt werden. Jeder gewissenhafte Tierarzt untersucht das Pferd vor der Impfung genau und schließt somit aus, dass akute gesundheitliche Probleme vorliegen. Ähnlich gewissenhaft sollte auch bei der Verabreichung einer Wurmkur vorgegangen werden.
Bestimmte Medikamente können Hufrehe auslösen. Hier stehen insbesondere auch Cortisonpräparate in Verdacht. Daher sollte bei Hufrehe oder Reheverdacht grundsätzlich auf Cortison verzichtet werden.



Equines Metabolisches Syndrom (EMS)



Wissenschaftler haben entdeckt, dass bei vielen Pferden der Zuckerstoffwechsel (Insulinfunktion) gestört sein kann. Diese Störung wird in der Regel durch extreme Fütterung hervorgerufen (Pferde mit deutlichem Fettansatz). Die Verabreichung von stärkereichem Futter oder getreidereichem Müsli in größeren Mengen, ohne das sich hier physiologisch die Notwendigkeit ergäbe, lässt den Blutzuckerspiegel des Pferdes ansteigen. Gleichzeitig nimmt die Konzentration des Blutzuckerhormons Insulin erheblich zu. Insulin wird benötigt, damit Muskulatur, Fettgewebe und die Leber vermehrt Blutzucker (Glukose) aufnehmen können. EMS – Pferde (Pferde mit ständig erhöhter Konzentration an stärkereichem Futter oder zu dicke Pferde) zeigen mittlerweile eine gewisse Abstumpfung der Glukose aufnehmenden Gewebe gegenüber der Insulinwirkung. Hier sinkt das Blutinsulin auch im nüchternen Zustand des Pferdes nicht mehr ganz auf den Normalwert ab. Die bei EMS-Pferden auftretende Hufrehe ist oft nicht von einer klaren Schmerzsymptomatik gekennzeichnet. Oftmals tritt sie sehr schleichend ein.
Laborwerte Metabolisches Syndrom (praktischer Tierarzt Heft 6/2006):
eACTH > 30 pg/ml
Insulin > 55 µU/ml
Kortisol > 160 nmol/ml
Glukose hoch, kann je nach Stoffwechsellage vorübergehend niedrig sein

Equines Cushing Syndrom (ECS, PDCD)




Das Cushing Syndrom wird immer öfters diagnostiziert und tritt vorwiegend bei älteren Pferden auf. Früher war man der Meinung, dass nur Pferde ab einem Alter von ca. 15 Jahren betroffen seien. Mittlerweile aber weiß man, dass auch immer öfter jüngere Tiere betroffen sind (Der eACTH-Wert liegt hier gegenüber des klassischen Syndroms im Normbereich). Beim Cushing Syndrom kommt es durch tumoröse oder hyperplastische Veränderungen des Hypophysen-Zwischenlappens (Gehirn) zu einer exzessiven Produktion an Hormonen wie ACTH, β-Endorphine, Pro-Opiomelanocortin. Betroffene Pferde zeigen in der Regel einen gestörten Fellwechsel mit persistierendem (auf Dauer anhaltendem) Winterfell auch im Sommer. Es bilden sich ähnlich wie beim metabolischen Syndrom die charakteristischen Fettdepots am Mähnenkamm, der Lende, Schweifrübe, usw.



Nach Meinungen vieler Fachärzte und auf Hufrehe spezialisierter Kliniken erleiden die meisten an Cushing erkrankten Tiere einen Cushing bedingten Reheanfall im Herbst. Vermutet wird, dass dies mit der Abnahme des Tageslichts zusammen hängt. (Behandlung mit Lichttherapie) Desweiteren werden hier Medikamente wie Cyproheptadin (hohe Nebenwirkungen), Melatonin, Vitex und Pergolid (ein Mittel welches zur Behandlung von Parkinsonpatienten eingesetzt wird) verabreicht.



Eine auf Stoffwechselerkrankungen basierende Hufrehe verläuft in der Regel eher schleichend und unauffällig. Viele der Pferde zeigen zu Beginn der Krankheit eher eine Hufbeinsenkung. Die Gefahr liegt darin, dass man die ersten Symptome der Krankheit nicht bemerkt oder diese als leichte Arthrose mit Teufelskralle oder Ingwer behandelt werden. Später zeigt aber die Stoffwechselerkrankung den durch die schleichende Vergiftung ausgelösten akuten Reheschub mit all seinen dramatischen Symptomen.



Die Futterrehe



Im Gegensatz zu früheren Annahmen handelt es sich bei dem verursachenden Auslöser um den Fruktan oder/und Kohlenhydratanteil (Stärke) in der Nahrung und nicht hauptsächlich wie oftmals behauptet um den Proteingehalt. Energiereiche Futtermittel enthalten Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Hafer oder Mais sowie gedüngtes Gras (Luzerne usw.). Diese Energie im Getreide liegt vor allem in Form von Stärke vor, die aus langkettigen über α-Bindungen verbundenen Glukosemolekülen besteht. Diese machen es dem Pferd möglich Stärke, Saccharose, Amylopektin und Amylose mit Hilfe der Enzyme im Verdauungstrakt aufzuspalten und somit hoch konzentrierte Glukose zu absorbieren. Bei exzessiver Stärkefütterung ist der Dünndarm mit den ankommenden Stärkemassen derart überfordert, dass ein großer Teil an Stärke in den sich anschließenden Dickdarm übertritt und die dort ansässige Darmflora zerstört.
Bei mikrobieller Vergärung des Futters entstehen unter anderem verschiedene Fettsäuren, die bei normalen Verdauungsabläufen vom Pferd als Energiequelle genutzt werden können. Im Falle der Fehlgärung bilden sich große Mengen der Fettsäuren. Hierdurch sinkt der PH-Wert im Blinddarm ab, dass heißt er wird sehr sauer. Dadurch bedingt sterben wichtige Bakterien oder Mikroben ab, weil diese ein saures Darmmilieu nicht vertragen. Dafür vermehren sich explosionsartig Bakterien, die die Darmflora weiterhin zerstören und für eine weitere Absenkung des PH-Wertes insbesondere im Blinddarm sorgen. Die vorhandenen Bakterien bilden Giftstoffe, sogenannte Exotoxine und greifen die Darmschleimhaut an. Die Giftstoffe gelangen dadurch in die Blutbahn und verrichten von hier aus Ihre schädigende Wirkung auf den Bereich des Hufes. Es wird darüber hinaus vermutet, dass während der Fehlgärung weitere Bakterien entstehen, die Stoffe bilden können, die in ihrer Struktur bestimmten Botenstoffen des Körpers sehr ähnlich sind. Diese vermehrten Bakterien führen zur einer krankhaften Veränderung des Systems der kleinen Blutgefäße im Huf und verengen diese.



Hufrehe wäre oft vermeidbar



Auch wenn der genaue Prozess einer ausbrechenden fütterungsbedingten Hufrehe nicht geklärt ist, wird deutlich, dass in der Hauptsache eine Vergärung leichtverdaulicher Materialen insbesondere im Blinddarm zur Hufrehe führen. Energie, Kohlenhydrate, Fruktane und Zucker über das Futter aufgenommen können in schnell zugeführten oder hohen Mengen das Pferd lebensbedrohlich gefährden.
Hufrehe ist eine Krankheit, die in der Regel den Verursacher im Menschen zu suchen hat. Hufrehe ist in den meisten Fällen eine Zivilisationskrankheit, die bei aufgeklärter Fütterung und vernünftiger art- und typgerechter Haltung nicht vorkommen müsste. Auch wenn alle Faktoren abschließend nicht erforscht sind, gibt es bereits viele Wege der Behandlung. Neben der sofortigen Konsultation des Tierarztes und einer Notfallbehandlung stehen im Anschluss kurz erläuterte unterschiedliche Therapien zur Verfügung. Detaillierter muss aber auf die zukünftige Ernährung des Hufrehe-Pferdes eingegangen werden, da die Heilung und spätere Prophylaxe einer Hufrehe im Vordergrund stehen sollte.



BEHANDLUNG
Notfallbehandlung: (ohne Wertung)
· Sofortige Verständigung des Tierarztes
· Kühlung der befallenen Hufe mit sehr kaltem Wasser
· In der Regel strikte Boxenruhe (tiefes Einstreu – Späne)
· Anlegen von Strahlpolstern
· Gabe durchblutungsfördernder Futterergänzungen oder Medikamente
· Aderlass
· Fütterung von Ergänzungsfuttermitteln, um eine weitere Resorption von Endotoxinen abzubremsen
· Gabe kurzfristig schmerzstillender Medikamente
Folgebehandlung (ohne Wertung)
· Gabe von Futterergänzungen um eine weitere Resorption von Endotoxinen abzubremsen
· Fütterung von Ergänzungsfuttermitteln zur Stabilisierung der Leber
· Spezialbeschlag, Keile, Resektion der Hufwand, Kürzen der Trachten oder Behandlung durchHufpfleger/-orthopäde (unter Kenntnisstand der Röntgenbilder)
· Dosierte Bewegung (Herdenzwang durch Artgenossen)



Das A und O eines Rehepatienten ist die zukünftige Ernährung



Exzessive Energiefütterung über den normalen Verbrauch eines Pferdes hinaus wird unvermeidlich zur Gewichtszunahme führen. Daher ist es von hoher Bedeutung, die benötigten Futtermengen auf Grundlage des Pferdegewichts und der täglichen Arbeit zu kennen. Fettleibigkeit von Pferden erhöht nicht nur das Risiko an Hufrehe zu erkranken, sondern sie belastet das Herz, die Lunge und die Gelenke. Junge, heranwachsende adipöse Pferde leiden nach wissenschaftlichen Erkenntnissen weit häufiger an degenerativen Gelenkerkrankungen. Neben der gesundheitlichen Probleme sind die Überversorgung und die damit verbundene Fettleibigkeit oder die Zuckervergiftung auf Grund der Aufnahme von zu viel oder gefährlicher leicht verdaulicher Kohlenhydrate die häufigsten Gründe für die Erkrankung.



Abmagern – mit Maß und Ziel



Lassen Sie sich für Ihr Pferd eine individuelle Kraftfutter- und Heuration, die zu einer langsamen aber stetigen Gewichtsreduktion führt, berechnen. Hier sollten Sie sich an spezielle Ernährungsberater wenden (z.B. Natural Horse Care) und die Mengen möglichst genau ausrechnen lassen. Wichtig dabei ist, dass die „Abnehmkur“ langsam durchgeführt wird. Nicht nur weil das Pferd keinen Hunger leiden soll (Tierschutzrelevant), sondern weil sie ansonsten die Gefahr der Entstehung einer metabolischen Entgleisung (Hyperlipidämie) riskieren. Bei dieser oft tödlich endenden Erkrankung kommt es beim Abbau von Depotfetten zur Freisetzung von Lipiden. Diese wiederum führen zu einer gefährlichen Verfettung der zentralen Organe. Vermeiden Sie stark Getreide-, Stärke- oder Zuckerhaltige Mischfutter. Verabreichen Sie, wenn nötig Misch- bzw. Kraftfutter in kleinen Portionen über den Tag verteilt.




Weidegang mit Maß und Ziel



Während der Weidesaison liegt die Hauptvielfalt der Nahrung im Gras selbst. Für viele ist es kaum vorstellbar, wie hoch der Gehalt an Kohlenhydraten einer Weide sein kann. Gras tendiert dazu, durch hohe Photosyntheseaktivität übermäßig produzierten Zucker in Form von Fruktan anzureichern. Gerade deshalb sollte insbesondere in den kritischen Monaten oder bei kritischen Temperaturen (siehe dazu Artikel "Hufrehe – Risikofaktor Weidegras in der kalten Jahreszeit!"). Das Pferd nur mit Maulkorb auf die Weide oder stark zeitlich begrenzt. In vielen Fällen hat es sich bewährt solchen Pferden einen sogenannten täglichen „Diätpaddock“ zur Verfügung zu stellen.



Ein Pony kann bis zu 15 kg Gras am Tag aufnehmen. Bereits 5 kg reichen aus, um in einer kritischen Jahreszeit mit hohem Fruktangehalt im Gras eine Hufrehe auszulösen - das wäre nach 4 – 6 Std. Weidezeit. Daher sollten reheanfällige Pferde lediglich in 15 – 30 Minuten Intervallen (schrittweise erhöht) auf die Pferdeweide dürfen und das auch nur dann, wenn die Wachstumsphase der Gräser weitestgehend beendet ist. Achten Sie darauf, dass während der Anweidung andere Futtermittel deutlich reduziert werden.



Zunehmen mit Maß und Ziel


Bei untergewichtigen Tieren sollte versucht werden mit leicht erhöhten Mengen an Kraftfutter und Grundfutter das Körpergewicht zu erhöhen. In diesen Fällen wäre es kontraindiziert eine weitere Kalorienreduktion vorzunehmen. Auch hier sollte ein entsprechend errechneter Futterplan durch einen professionellen Ernährungsberater die genauen Mengen empfehlen. Eine ernährungsbedingte Hufrehe bei untergewichtigen Pferden ist eher selten. Meist lag hier eher eine Allgemeinerkrankung vor (chronische Leber- und/der Nierenerkrankung, EMS).
Bei der Verabreichung des Futters sollte aber darauf geachtet werden, dass die Mengen nicht schädigend auf die Dickdarmflora einwirken.



Essentielle Nähr- und Wirkstoffe sowie Mengen und Spurenelemente wichtiger denn je



Grundsätzlich ist es von Nöten, gerade Pferde mit Hufrehe mit allen wichtigen Nährstoffen sowie Mengen und Spurenelementen zu versorgen, die für den Aufbau und die Reparatur von Gewebe benötigt werden. Die Hauptaufgabe eines bei akuter Hufrehe zu verabreichenden Ergänzungsfutters sollte in der Förderung einer gesunden mikrobiellen Besiedlung des Darmes liegen. Das Verhindern des Wachstums krankmachenden Keime, die Neutralisation von Giftstoffen sowie eine Stabilisierung des zu niedrigen PH-Wertes im Darm hat sich im akuten Stadium als sehr wichtig erwiesen. Mit der täglichen Verabreichung der Zusatz- und Inhaltsstoffe des neu entwickelten Produktes NHC Rehe akut wird dies ernährungsphysiologisch unterstützt. Zusätzlich erfolgt eine wirkungsvolle Aktivierung der natürlichen körpereigenen Abwehrkräfte durch die Stimulation des Immunsystems im Darm durch probiotischen Aktivhefezellen.
Hufrehepferde haben meist eine eingeschränkte Darmfunktion. Daher gilt es in besonderem Maße, diese durch gezielte Versorgung mit hochwertigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen diese zu versorgen. Darüber hinaus schützen Vitamine, z.B. Vitamin A, C und E als Antioxidantien besonders die Leber des Pferdes vor den Auswirkungen aggressiver Schadsubstanzen und stärken das Immunsystem.
Die Leber als Entgiftungsorgan ist in den meisten Fällen ebenfalls deutliche mehr belastet als normal und benötigt daher einen höheren Gehalt an Nährstoffen die helfen, die entstandenen Toxine zu deaktivieren und zu eliminieren. Kräuter wie Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn und Süßholz bewirken durch ihre regenerativen Wirkstoffe eine gezielte Harmonisierung der Leberfunktion. Betain unterstützt in der Leber die rasche Verarbeitung und Ausscheidung von belastenden Stoffwechselendprodukten, insbesondere des Laktats.
Mit der Zuführung von B-Vitaminen und Folsäure wird die Niere bei der schnellen Ausscheidung von Fremdsubstanzen aus dem Blut unterstützt.



Mit der Entwicklung diese speziellen bei Hufrehe einzusetzenden Produkts hat NHC nachhaltig darauf geachtet, dass keine genetisch veränderten Inhaltstoffe beigemischt werden. Denn gerade bei Pferden mit Hufrehe, EMS oder Cushing ist der Einfluss von genetisch veränderten Futtermitteln auf den Einfluss des Krankheitsverlaufes der Pferde noch nicht erforscht.
Im Anschluss einer 4 bis 6-wöchigen Kur mit
NHC Rehe akut empfehlen wir für weitere 2 bis 4 Monate NHC Recover zuzufüttern, welches auch bei Pferden mit Cushing oder PSSM sehr gut geeignet ist. 25 hochwertige und gut bioverfügbare Mineralien und Spurenelemente, Kräuter und Bioflavonoide übernehmen hier gerade bei Pferden mit angeschlagenem oder geschwächtem Immunsystem eine wichtige Aufgabe in der Regeneration und Wiederherstellung lebensnotwendiger Stoffwechselvorgänge insbesondere auch nach einer Hufrehe.

NHC Rehe akut ist erhältlich als 1kg Dose (reicht ca. 20 - 33 Tage) zum Preis von 47,80 € oder als 3kg-Eimer (reicht ca. 60 – 100 Tage) zum Preis von 119,--€
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Hufrehe - Risikofaktor Weidegras in der kalten Jahreszeit

Hufrehe – Risikofaktor Weidegras in der kalten Jahreszeit!Was verursacht die Hufrehe?

Es gibt viele verschiedene Gründe Eine der hauptsächlichen Gründe für die Entstehung von Hufrehe ist die durch Beweidung von Grasflächen ausgelöste Hufrehe. Mit Beginn der Weidesaison steigen auch die Hufrehefälle.


Hauptverursacher bei der durch Grasaufnahme bedingten Rehe scheint eine bestimmte in Pflanzen vorkommende Art von langkettigen Zuckern zu sein. In der Biochemie heißt diese Substanz "Fructan". Fructan ist ein Polysaccharid und dient in Pflanzen als kurzfristiger Energiezwischenspeicher. Bis zu 90% der Energie wird in Gräsern als Fruktan gespeichert, der Rest in Form von Stärke. Die bisherige Annahme, daß Proteine der Auslöser für die Weide bedingte Rehe sind, ist mittlerweile verworfen.

Die Fotosynthese der Pflanzen und damit die Produktion von Energie ist abhängig von der Lichtmenge bzw. der Stärke der Sonneneinstrahlung sowie Wärme und dem Vorhandensein von Wasser und Luftfeuchtigkeit. Je wärmer und feuchter es also am Tage ist, desto intensiver läuft die Fotosynthese und damit die Produktion von Energie und Energieträgern im Gras. Wird also Witterungs- und Tageslichtbedingt mehr Energie und damit mehr Zucker gebildet, als für das Wachstum der Pflanze verwendet werden kann, beginnt die Pflanze den Zucker in Fructan umzuwandeln, um die überschüssige Energie „zwischenzulagern“. Die Fructan Energiespeicher werden dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgebaut und beim Pflanzenwachstum verwendet.

Die Menge der gebildeten Fructane hängt aber noch von zusätzlichen anderen Faktoren ab und unterscheidet sich je nach Pflanzenart, Pflanzenbestandteile, dem Reifheitsgrad der Pflanze sowie der Tageszeit und saisonalen Effekten. Die Schwankungen in der Fruktankonzentration kann sich binnen weniger Stunden, verändern, sodass am Vormittag eine völlig andere Situation vorherrschen kann als am Nachmittag.

Die Schwankungsbreite des Fructangehaltes kann enorm sein. Z. B. findet man bei kühlem Wetter (etwa 0 - 8 °C) bis zu 200 mal mehr Fructan im Gras als bei wärmeren Wetter (ca. 20 °C). Da das Gras bei den kühlen Temperaturen langsamer wächst, speichert es die überschüssige Energie in Form von Fructan zwischen. Ist die Sonneneinstrahlung jedoch reduziert, bei bewölktem Wetter oder Regen, fehlt das entsprechende Licht und die Fotosynthese läuft nur auf Sparflamme weshalb dann nur wenig Energie und auch nur wenig Fructan gebildet wird. Gerade also auch in den Herbsttagen, wo niedrige Temperaturen vorherrschen aber die Sonne noch eine höhere Konzentration hat, muß bei reheanfälligen Pferderassen aufgepaßt werden.


Kaltes Wetter oder Nachtfrost
Kein Wachstum aber gesteigerte Fructanspeicherung
Rehegefahr


Kaltes oder frostiges Wetter und strahlender Sonnenschein
Sehr hohe Energieproduktion und massive Speicherung von Fructan, da kein entsprechendes Wachstum
Sehr hohe Rehegefahr


Bedeckter Himmel
Wenig Energieproduktion
Geringe Rehegefahr


Warmes Wetter, bedeckt und genügend Feuchtigkeit
Wenig Energieproduktion aber Wachstum und Abbau der Fruktanspeicher
Abnehmende Rehegefahr


Aus diesem Grund sollten rehegefährdete Pferde keinesfalls an einem frostigen und noch dazu sonnigen Morgen auf die Weide gelassen werden. Bei diesem Wetter sind die höchsten Fructankonzentrationen zu erwarten.

Vorsicht Falle: Satte hohe Wiesen schätzen viele Pferdehalter als gefährlicher ein, abgemähte dagegen als unbedenklich. Nach dem augenblicklichen Stand der Dinge kann dies aber genau umgekehrt sein.

Da in den Grashalmen Fructan in wesentlich höheren Konzentrationen gespeichert wird als in den Blättern, nehmen Pferde, die auf eine frisch abgemähte Weide kommen, unter Umständen wesentlich mehr Fructan auf, als auf einer natürlich abgegrasten gut gepflegten Weide mit entsprechend hohem Blattanteil.

Fructan vermehrt die Bakterien im Darm und säuert den Darminhalt des Pferdes an:
Fructane werden in den vorderen Abschnitten des Verdauungstraktes von Pferden offensichtlich nur schlecht verwertet und gelangen bei entsprechender Aufnahme in erheblichen Mengen in den Dickdarm. Die Darmflora ist nicht auf die Verarbeitung dieser Fructanmengen ausgelegt und es kommt zu einer übermäßigen Vermehrung von Bakterien, die die natürliche Darmflora verdrängen und den Darminhalt ansäuern. Die Ansäuerung des Darminhaltes im Dickdarm löst eine Kaskade von Ereignissen und Reaktionen aus, die dann im akuten Reheschub gipfelt. Einer Übersäuerung des Dickdarminhaltes ist übrigens auch der Grund für den Reheschub der zu erwarten ist, wenn sich Pferde übergroße Mengen von Kraftfutter (Stärke) einverleibt haben (unbeaufsichtigt den Futterwagen geplündert, etc.) Auf die komplizierten Vorgänge, die zum eigentlichen Reheschub führen und das typische Erscheinungsbild der Rehe hervorrufen will ich an dieser Stellung nicht weiter eingehen

Die Rehegefahr durch Fruktane besteht generell über das ganze Jahr hinweg, schwankt aber entsprechend der Witterung. kann man durch entsprechendes Weidemanagement sinnvoll reguliert werden.
Prinzipiell sollte man gefährdete Pferde (wenn alle anderen Faktoren berücksichtigt sind!) eher zu Tageszeiten auf die Weide schicken zu denen die Photosynthese (Fruktanebildung) reduziert ist (bei Dunkelheit/Bewölkt) und das Pflanzenwachstum begünstigt ist (Wärme und Feuchtigkeit).
Bei entsprechenden Witterungsbedingungen kann es somit sinnvoll sein die Pferde spät nachts oder sehr früh am Morgen auf die Weide schicken und am Morgen, wenn die Sonneneinstrahlung zunimmt, von der Koppel holen.

Das durch kalte Temperaturen gestresste Gras im Frühjahr und Herbst ist besonders gefährlich. Am gefährlichsten ist das Gras an einem strahlend blauem Tag nach Nachtfrost.